Pädagogik

Konzentrier Dich darauf, Sachen besser und nicht größer zu machen.
(aus Life's Little Instruction Book)

Getreu diesem Gedanken sind wir gerade dabei, unsere Konzeption  grundlegend zu überarbeiten.

Folgende Elemente werden zukünftig darin Bestand haben:

... lebensbezogener pädagogischer Ansatz

Im Mittelpunkt des lebensbezogenen Ansatzes steht das Kind. 

Das Leben und Lernen in unserer Kita orientiert sich daran, was das Kind an aktuellen Bedürfnissen und Interessen hat, aber auch, was für sein zukünftiges Leben nötig ist. Die Pädagogen sind in Sorge um das gelingende Leben ihrer anvertrauten Kinder und tragen dafür neben den Eltern die Verantwortung mit.

Die zentrale Methode dieses Ansatzes ist das Erleben von Bildung mit allen Sinnen. Unsere Kinder sollen das Leben erleben dürfen. 

Die Vermittlung von Werten hat eine wichtige Rolle in unserer pädagogischen Arbeit. Dabei geht es in erster Linie um «zeitlose Werte» wie Umweltschutz, Toleranz, Frieden und Gerechtigkeit. 

... Offene Arbeit und Stammgruppen

Unser teiloffenes Konzept im Kindergarten- und Hortbereich ist im Tagesablauf gekennzeichnet durch den Wechsel zwischen Stammgruppenleben und freier Nutzung von Funktionsräumen und Angeboten.

Jedes Kind gehört zu einer altersgemischten Stammgruppe, die sich zum Morgenkreis und zu den Mahlzeiten trifft. Dies gibt vor allem jüngeren Kindern eine feste Orientierung im Tagesablauf und die Sicherheit, in den Freispielzeiten die offenen Räume zu nutzen.

Jeder Spielbereich im Haus hat eine ausgewählte Funktion. Während der Freispielzeiten können die Kinder Spielort, -partner und -dauer selbst wählen. Dies unterstützt die Entwicklung von Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein. Innerhalb der frei wählbaren Spiel- und Bewegungsbereiche gelten feste Regeln, z.B. die eigenverantwortliche Abmeldung, wenn das Kind den Spielort wechselt oder das selbstständige Aufräumen.

Unsere Stammgruppen im Kitabereich heißen seit August 2017 Grashüpfer, Strauchdiebe und Sandflöhe. Unsere Hortkinder haben sich den Namen Baumgeister ausgesucht.

... unsere Nesthocker

Hinter dem Namen «Nesthocker» verbirgt sich unsere Kinderkrippen-Stammgruppe

Unsere Jüngsten verfügen über einen separaten Spiel- und Schlafbereich, wo sie von den Großen ungestört agieren können, sozusagen ein geschütztes Nest, von dem aus sie nach und nach zu Nestflüchtern werden und die Räume im Haus erkunden. 

... Raum und Material draußen

Natürlich spielt unser Naturprofil beim Gestalten von Räumen und bei der Auswahl von Material eine zentrale Rolle. Daher legen wir einen besonderen Wert auf unsere Außenbereiche. 

Diesen gestalten wir nach und nach unter Berücksichtigung folgender Fragestellung um: Was brauchen Kinder (und zwar generell) und was fehlt ihnen heute (allgemein)?:

  • natürliche Erfahrungen machen,
  • etwas bewegen können,
  • sich bewegen können,
  • körperliche Grenzen austesten zu können,
  • echte Begegnungen haben,
  • die Naturelemente am ganzen Körper erfahren,
  • mit natürlichen und sinnvollen Dingen der Zivilisation spielen können,
  • Stille und Naturschönheit erleben.

Dabei ist unser Außengelände kein reiner Abenteuerspielplatz, sondern ein Stück sinnvoll vorbereitete und gestaltete Umgebung, in der die Kinder den von ihnen geschätzten Aktivitäten nachgehen können.  

... und drinnen

Wir haben in unserem KiTZ verschiedene Funktionsräume und Ecken für die Kinder zur Verfügung, z.B. einen Bauraum, einen Forscherraum, einen Rollenspielraum, eine Kreativwerkstatt, eine Holzwerkstatt, eine Bibliothek, das Garderobenzelt, einen Bewegungsraum und, und, und.

Wir achten bei unserer Raumgestaltung und Ausstattung zukünftig noch stärker auf ein entsprechendes Farbkonzept, passende Möbel und hochwertiges, ökologisch vertretbares Spielzeug. Bei der Auswahl von Spielsachen ist es uns außerdem wichtig, dass diese pädagogisch wertvoll sind, einen hohen Aufforderungscharakter haben, gut von den Kindern selbstständig bespielbar sind und das echte Zivilisationsgegenstände zum Einsatz kommen (z.B. alte Schreibmaschine, altes Telefon, echtes Geschirr, …). 

... Werkstatt- und Projektphasen

In der praktischen Umsetzung im Tages- und Jahresablauf arbeiten wir mit Werkstatt- und Projektphasen.

Diese Phasen können unterschiedlich lang sein (eine Woche bis mehrere Monate).

In der Werkstattphase stehen den Kindern alle Materialien der Funktionsräume (Lernwerkstätten) zur freien Verfügung. Die Umgebung in den Räumen ist vorbereitet, so dass die Kinder sich selbstständig zurechtfinden, ohne auf den Pädagogen angewiesen zu sein. Diese vertrauen im hohen Maße der Kompetenz der Kinder und der Motivation durch eine lernanregende Umgebung. Die Werkstattphase ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil an Freispielzeit und freien Angeboten, insbesondere in den kleinen Werkstatträumen.

Während einer Projektphase arbeiten alle Stammgruppen im Haus zu einem gemeinsamen Thema. Das Projektthema leitet der Pädagoge aus seinen Beobachtungen während der Werkstattphase ab, er entnimmt es dem zu vermittelnden Wertekanon des lebensbezogenen Ansatzes oder den pädagogischen Zielen des sächsischen Bildungsplanes.

Es wird dann nicht nur im Morgenkreis das Thema aufgegriffen, sondern es finden täglich in möglichst vielen Räumen passende Projektangebote statt. Teilweise wiederholen wir diese Angebote, damit alle Kinder daran teilnehmen können. Die Kinder können frei wählen, ob sie an dem Angebot teilnehmen möchten. Kinder, die einer bestimmten Förderung bedürfen, können auch gezielt für Angebote eingeladen werden. Dies liegt im pädagogischen Geschick des Betreuers. Alle Angebote sollten jedem Kind genügend individuellen Spielraum lassen um sein! Werk hervorzubringen.

Der Pädagoge stellt das Projektthema im Morgenkreis (oder der Kinderkonferenz) vor und bespricht mit den Kindern, welche Ideen sie zum Projekt haben. Diese werden durch die Pädagogen sinnvoll ergänzt (unter Beachtung aller Bildungsbereiche) und eine «offene Planung» entsteht. Die Umgebung (Raum und Material) wird vorbereitet und notwendiger Absprachen mit Projektpartnern (z.B. Firmen, Eltern, …) getroffen.

Aufgabe des Pädagogen ist es nun, einen Projekteinstieg im Realen zu finden. Das heißt, das Projekt beginnt in der Wirklichkeit — also vor Ort, und nicht drinnen (z.B. Projekt zum Thema «Müll und Müllvermeidung» beginnt auf der Müllkippe). Der Einstieg soll den Kindern das Thema näher bringen und sie dafür begeistern.

In dieser Projektphase werden täglich Projektinhalte in den Morgenkreisen der Stammgruppen besprochen. Nach dem Morgenkreis finden in den Funktionsräumen unterschiedliche Aktivitätsangebote  passend zum Projekt statt.

Regelmäßig erfolgt eine Zwischenreflexion, die über den Fortgang oder die Beendigung des Projekts entscheidet. Nach einem gemeinsamen Projektabschluss geht die Projektphase wieder in die Werkstattphase über.

... Integration

Wir verstehen die Verschiedenheit von Menschen als bereichernde Vielfalt und versuchen, sie aktiv zu nutzen. Ganz selbstverständlich spielen, lernen und arbeiten bei uns Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Behinderung, Allergiegeplagte und Gesunde, …

Bei uns lernen sich die Kinder gegenseitig mit ihren Stärken und Schwächen kennen und akzeptieren und erlernen dadurch einen rücksichts- und respektvollen Umgang untereinander.

Wir haben die Chance, bis zu sieben Kinder mit einem besonderen Förderbedarf in unserer Einrichtung zu betreuen. Unsere Möglichkeiten enden dabei erst dort, wo uns räumliche, bauliche oder spezielle personelle Voraussetzungen Grenzen setzen.

... Erziehungspartnerschaft

Eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit zwischen den Eltern und Erzieherinnen ist unsere Basis für eine pädagogisch hochwertige Arbeit am Kind. Dabei pflegen wir gegenseitige Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung.

Abmeldetafel

Abmeldetafel

Boden untersuchen

Boden untersuchen

Verband anlegen

Verband anlegen

Temperatur ablesen

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Bewegungsbaustelle

Bewegungsbaustelle

Werkstattarbeit

Werkstattarbeit

ESF Förderung